Studio8 Minuten

Wie SOTA Studio entstanden ist

Andy Hausmann und Andreas Walter arbeiten seit über zwanzig Jahren zusammen. Das Studio in Essen ist die Form, die diese Zusammenarbeit angenommen hat – nicht ihr Beginn.

Gemeinsam
> 20 Jahre
Nebenberuf
2011
Studio seit
2012
Sitz
Essen
Arbeitswand im SOTA Studio

SOTA Studio ist ein 2012 in Essen gegründetes Studio für digitale Systeme.

Die Gründer Andy Hausmann und Andreas Walter arbeiten seit über zwanzig Jahren zusammen – zuerst in Agenturen, ab 2011 nebenberuflich im eigenen Vorhaben, ab 2012 in voller Selbstständigkeit. Die Spezialisierung gilt Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten, hohen Auftragswerten und langen Vertriebszyklen.

Die aktuelle Website zeigt vor allem die jüngere Arbeit. Was fehlt, ist der Weg dorthin: fünfzehn Jahre und mehr, in denen sich eine Spezialisierung nicht ausgerufen, sondern ergeben hat.

Weg

Von der Agentur ins Studio.

  1. Vor 2011

    Zwei Wege, ein Team

    Hausmann und Walter finden denselben Einstieg in den Beruf, kreuzen sich in einer Agentur und gehen danach als Team von Haus zu Haus – inklusive größerer Agenturen, die den Mittelstand bedienen.

  2. 2011

    Nebenberuflich, mit Absprache

    Die Selbstständigkeit beginnt neben der Anstellung, in Absprache mit den Arbeitgebern. Die eigene Arbeit macht mehr Spaß als der Tag im Angestelltenverhältnis.

  3. 2012

    Ins kalte Wasser

    Der geplante Weg über den Gründerzuschuss entfällt. Die Monate am Businessplan fressen Zeit, die ins Unternehmen gehört. Das Studio wird ohne Zuschuss gegründet.

  4. 2012–2020

    Werkbank, Netzwerk, Kern

    Zuerst Erweiterung für Agenturen aus Düsseldorf, Krefeld und Essen, dann direkte Aufträge. Enterprise-Lösungen für den Mittelstand, lange ohne eigenen Vertrieb. Der rote Faden: Systeme, die den Verkauf tragen.

  5. 2020

    Wachsen, verdünnen, schärfen

    Mitarbeitende, ein verwässerter Fokus, dann die Corona-Zeit. Das Studio verkleinert sich und findet den Kern wieder. Vertrieb wird zum ersten Mal eine eigene Aufgabe.

  6. Heute

    Keine Erfindung, eine Linie

    Die heutige Position ist die Weiterführung dessen, was sich organisch gezeigt hat: digitale Systeme für Produkte, die sich nicht von selbst erklären.

Wie Andy Hausmann und Andreas Walter zusammengefunden haben

Beide haben denselben Einstieg in den Beruf gefunden: denselben Weg des Lernens, derselben Weiterbildung. Ihre Wege haben sich vor mehr als zwanzig Jahren in einer Agentur gekreuzt. Seitdem sind sie als Team von Agentur zu Agentur gegangen.

Dazu gehört die Erfahrung, für größere Agenturen zu arbeiten, die den Mittelstand bedient haben. Das Spektrum der Aufträge war breit. Steuerberater, Bäckereien und Kanzleien. Konzernnahe Strukturen mit mehreren Ländern und Sprachen. Hotelketten, Technologiehersteller, Forschungsinstitute, Organisationen, Regionalmarketing. Kleine Kunden, sehr große Kunden, dazwischen alles.

Warum aus der Agentur ein eigenes Studio wurde

Irgendwann, bei einem Bier, lag der Gedanke auf dem Tisch: Was die Arbeitgeber tun, können wir auch. Vielleicht besser. Zumindest mit einer schärferen Positionierung.

In Agenturen bleibt der Rat derjenigen, die die Arbeit machen, manchmal ungehört. Das ist kein Vorwurf. Inhaber tragen Verantwortung. Sie wägen Risiko gegen Chance. Wo sie einer Chance nicht glauben, bleibt man beim bequemen Standpunkt – dort geht wenig kaputt. Genau daraus entstand der Wunsch, selbst zu entscheiden.

2011: Der nebenberufliche Anfang

2011 haben Hausmann und Walter die Selbstständigkeit nebenberuflich begonnen, noch angestellt, in Absprache mit den jeweiligen Arbeitgebern. Die nebenberufliche Arbeit machte mehr Spaß als der Tag für den Arbeitgeber. Daraus folgte der Entschluss zur vollen Selbstständigkeit.

Ursprünglich sollte das mit Gründerzuschuss und Unterstützung laufen. Die monatelange Arbeit am Businessplan fraß Zeit, die ins Unternehmen gehört hätte. Also ohne Zuschuss ins kalte Wasser. Das Studio besteht seit 2012 in Essen.

Was Selbstständigkeit gezeigt hat

Selbstständig sein heißt nicht, sich die Projekte auszusuchen, auf die man Lust hat. Es heißt Vertrieb, Einnahmen gegen Ausgaben, Gewinn. Es heißt herauszufinden, was sinnvoll ist – und dabei Werte und Prinzipien aus Erfahrung zu schärfen: was man tun will, was nicht, was man kann, was nicht.

Dazu gehören Dinge, die im Angestelltenverhältnis unsichtbar bleiben. Buchhaltung. Angebote. Rechnungen. Offene Posten. Präsentationen. Gespräche mit Interessenten. Konzepte. Eine neue Welt, in die man hineinwächst. Und an der zunehmend Spaß entsteht.

Der rote Faden: erklärungsbedürftige Produkte

Die Unternehmen kamen aus unterschiedlichen Branchen. Der rote Faden war derselbe: erklärungsbedürftige Produkte, häufig mit hohen Auftragswerten und langen Vertriebszyklen.

Es ging selten um den nächsten Relaunch oder die schönere Website. Es ging darum, den Vertrieb zu entlasten – Systeme zu bauen, die den Verkauf tragen, statt ihn zu dekorieren. Daraus entstand die Spezialisierung, die das Studio bis heute bestimmt.

Von der Werkbank zum direkten Auftrag

Gestartet ist das Studio als Werkbank-Erweiterung für die damaligen Arbeitgeber und andere Agenturen. Die ersten Verbindungen entstanden im Raum Düsseldorf, Krefeld und Essen. Die Arbeit sprach sich herum. Branchenveranstaltungen, ein wachsendes Netzwerk aus Agenturinhabern, später direkte Anfragen von Unternehmen.

Der Schwerpunkt waren Enterprise-Lösungen für den Mittelstand: nachhaltige, skalierbare, erweiterbare Weblösungen. Die meisten Anbieter in dem Umfeld lieferten End-to-End in WordPress, oft mit fertigen Themes. Das hat SOTA Studio nie vordergründig getan. Explizite Anfragen zu WordPress oder anderen Systemen gab es, und sie wurden angenommen. Der Kern blieb über Jahre TYPO3 – flexibel, langlebig, für Portfolios und Prozesse, die sich nicht in ein Theme pressen lassen.

Aktiven Vertrieb brauchte das Studio über lange Zeit nicht. Bis 2020 trugen Mund-zu-Mund und direkte Beauftragung.

Essen, Düsseldorf, Krefeld – die Base

Dieser Raum ist bis heute die Base: hier sind die Leute, hier ist das Netzwerk, hier bewegt sich das Studio. Ohne dieses Netzwerk wäre SOTA Studio nicht dort, wo es heute ist. Man hat fachlich dazugelernt, Ressourcen gewonnen, Rückenwind bekommen – und sich gegenseitig mit Projekten etwas Gutes getan.

Zunehmend reicht die Arbeit in andere Regionen. Der Kern bleibt dieser Raum.

Wachsen, verdünnen, den Kern wiederfinden

Es gab eine Phase mit Mitarbeitenden. Der Fokus verdünnte sich. In der Corona-Zeit hat sich das Studio wieder verkleinert und den Kern neu gefunden.

Die heutige Positionierung ist keine Erfindung für einen Relaunch. Sie ist die konsequente Weiterführung dessen, was sich organisch gezeigt hat: digitale Systeme für Unternehmen, deren Produkte sich nicht von selbst erklären.

Fragen

Kurz und eindeutig.

Wann wurde SOTA Studio gegründet?

SOTA Studio wurde 2012 in Essen gegründet. Die nebenberufliche Tätigkeit der Gründer begann 2011, noch während der Anstellung und in Absprache mit den damaligen Arbeitgebern.

Wer hat SOTA Studio gegründet?

SOTA Studio wurde von Andy Hausmann und Andreas Walter gegründet. Hausmann verantwortet Strategie und Entwicklung, Walter Marke und Gestaltung.

Wie lange arbeiten Andy Hausmann und Andreas Walter zusammen?

Andy Hausmann und Andreas Walter arbeiten seit über zwanzig Jahren zusammen. Sie haben sich in einer Agentur kennengelernt und sind danach als Team von Agentur zu Agentur gegangen, bevor sie 2011 das eigene Vorhaben begannen.

Wofür ist SOTA Studio spezialisiert?

SOTA Studio baut digitale Systeme für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten. Häufig kommen hohe Auftragswerte und lange Vertriebszyklen hinzu. Der Anspruch ist nicht der nächste Relaunch, sondern Systeme, die Entscheidungen tragen.

Wo sitzt SOTA Studio?

SOTA Studio sitzt in der Hohenzollernstraße 40, 45128 Essen.

Wo ist SOTA Studio tätig?

SOTA Studio sitzt in Essen. Die Base und das Netzwerk liegen im Raum Essen, Düsseldorf und Krefeld. Die Arbeit reicht zunehmend in andere Regionen.

Dieselben Köpfe. Dieselbe Linie.

Wer das Studio heute beauftragt, spricht mit denen, die den Weg gegangen sind – und die Systeme auch bauen.

/media/studio/tafel-sota-studio.jpg